Das Wandern ist des Müllers…..

31 januari 2016 in In Kontakt mit Deutschen in Deutschland, Jugenderinnerungen

Ich meine immer mal wieder, dass das Wandern dem Deutschen im Blut liegt. Oder könnte es so, dass ich so erzogen wurden, und dass ich es mir immer noch Spaß bereitet. Oder wieder Spass bereitet. ‘Das Wandern ist des Müllers Lust’
Bei uns zu Hause war das Wandern oder besser gesagt das Spazierengehen so gut wie jeden Sonntag angesagt. Immer dann, wenn keine anderen Pläne waren, galt es ‚Schuhe an, wir gehen nach draußen‘. „Weer of geen weer‘ es wurde gelaufen. Da war ich doch froh, dass ich mich dem entziehen konnte. Ich tat an Wettkampfschwimmen und die Wettkämpfe wurden am Wochenende veranstaltet. Bewegung hatte ich ja sowie genug. So benutzten wir die Oster-, Pfingsten, Karnevals und Weihnachtstage zum Spazierengehen. Als Kind war es schon furchtbar. Lust hatte ich nicht und trotzdem….
Angekommen in Holland, vor gut 36 Jahren, war es wohl das Letzte voran ich denken wollte: Spazierengehen. Die platte Landschaft und die wenigen Hügel luden auch nicht gerade ein. Wohl aber der Strand an der holländischen Küste. Da nahmen wir doch eher das Fahrrad und machten Touren.
Anders war es dann wieder, wenn wir in die Berge fuhren. Erst zu kleinen Tagestouren mit den Kindern. Die Kinder wuchsen heran und es machte ihnen Spaß. Da machten wir Hüttentouren in den Dolomiten. 7 Tage laufen von Hütte zu Hütte, beladen mit dem Rucksack. Es hat unendlich viel Spaß gemacht. Bis das meine Tochter, 16 Jahre alt war, und meinte, ‚dies ist meine letzte Tour. Nächstes Jahr fahre ich nicht mehr mit. Was soll ich denn in der Schule meinen Freundinnen erzählen? Wandern in den Bergen? Total nicht geil‘. Ah, es wiederholt sich.
Inzwischen fahren wir ohne Kinder in den Urlaub. Die Gelegenheit ergab sich: im letzten Jahr haben wir die Alpen überquert. Wir haben einen Teil des Europawegs E 5 gelaufen. Es war super. Schon alleine der Gedanke, dass man die Alpen vom Norden zum Süden durchqueren kann! Natürlich, Hannibal hat’s gemacht, die Römer sind so nach Germanien gezogen usw. Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich diese Tour in einem meiner früheren Leben (!) schon mal gemacht habe. Eine Art Déjà-vu…. Wie auch immer. Wir sind von Oberstdorf nach Meran gezogen. Eine unserer Übernachtungen war in der Braunschweiger Hütte (siehe Foto). Es eine Gewalttour. Lange Tage, viel Klettern, bis zu 3200 Meter Höhe gestiegen, wenig Schlaf aber vor allen Dingen leckeres Essen auf den Hütten, viel Gemütlichkeit und viel Deutsch. Wir Flachlandhӧllander liefen mit 15 Deutschen und 2 Bergführern, auch Deutsch.
Sobald ich mich zu Hause (Holland) von den Strapazen erholt hatte und mich wieder im Flachland zurecht gefunden hatte – ich hatte furchtbares Heimweh – habe ich mit mir selber vereinbart hier in Holland zu wandern. Ich fand eine Wandergruppe von Deutschen Frauen, die hier in Holland wohnen und die alle 6/7 Wochen in den Niederlanden wandern. Es ist meine Kombination. Wandern, quatschen und Natur. Obwohl, durch Quatschen, gucke ich doch weniger wo ich laufe. So ist es mir nach der letzten Wanderung von Oosterbeek nach Arnheim aufgefallen, dass ich gar nicht gemerkt habe wo wir eigentlich gelaufen sind. Es war geschichtsträchtiges Gefilde. Na gut, die Wanderung werde ich noch mal wiederholen. Mit meinem Mann!

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1 Ralf-Dieter 16 juni 2017 at 5:00 AM

Wenn Hannibal mit den vielen Elefanten,Voräten und Fußvolk,Reiter die Alpen überqueren wollte konnte er nicht jeden Pass und Schlucht nutzen, manche Pfade waren zu schmal für Elefanten und sie waren das Alpenklima nicht gewohnt, eins steht fest die Via mala-Schlucht ist wirklich nur ein Trampelpfad mit viel Geröll und sehr steile Steigung und oben ist Eis ob da sich die Elefanten mit ihren Hufen halten können, nee das mit Hannibal ist so Thema für sich ! Und wie ist Hannibal von Spanien nach Gallien(Frankreich) wenn er über die Alpen von Norden nach Italien wollte, von Spanien nach Frankreich über die Pyrenäen oder doch durchs Baskenland oder am Mittelmeer entlang wohl Römeralarm, jedenfalls brauchte örtliche Bergführer von irgenwelche Gallier oder Badken, sonst wäre das für mich undenkbar das Hannibal heil nach Italien kam, jedenfalls mußte er die Gallier friedlich stimmen und das geht nur mit Geschenke, jedenfalls feindlich durften sie den Punier nicht gewesen sein, sonst wäre Alpenüberquerung schwieriger gewesen, ohne Vorbereitung und Pionierleistung wäre sowas kaum möglich gewesen, vielleicht sind einige Elefanten sogar abgestürzt. Jedenfalls ohne Logistische Planung wäre das Vorhaben gescheitert. Ich weiß wie kompliziert in den USA die Überquerung der Rocky Montains für die Siedler mit dem Planwagen war, die Wüste hatten sie schon hinter sich, auch den Gran Canyon, das geht auch nur mit Geduld!

Und Hannibal konnte auch nicht wissen was hinter dem Pass los oder ob eine Schneelawine Hannibals Mannen treffen können! Naja Kolumbus wußte auch nicht was ihn erwartet und ob er heil wieder zurück kommt, er hat mit den drei Schiffen viel Glück , Stürme auf hoher See habens ganz schön in sich…

MfG
Ihr
Ralf-Dieter

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2 Claudia Sabine van der Velpen 19 juni 2017 at 10:42 AM

Hallo Ralf-Dieter, danke dir für deinen Comment. Da hatten wir es einfacher als Hannibal und die Siedler. Es hat auf jeden Fall sehr viel Spass bereitet. Dieses Jahr geht es wieder in die Berge. Dieses Mal in Richtung Jaufenpass. Wenn es klappt, ist unser Hotel der Jägerhof, Walten.

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