Deutschland, Thema der diesjähriger Bücherwoche

11 maart 2016 in Geen categorie

Jetzt erst mal was Allgemeines: De Boekenweek (Woche des Buches) findet jedes Jahr im März statt und dauert 10 Tage. Der Organisator ist der Nederlandse Uitgeversbond. Man bezweckt die Promotion des niederländischen Buches und hofft, dass das ‚Buch‘ breiter verankert wird und dem Publikum zugänglicher gemacht wird. Letztendlich erhofft man sich natürlich höhere Verkaufszahlen. Jedes Jahr bekommt ein anderer Autor den Auftrag, ein Boekenweekgeschenk zu schreiben. Dieses Buch umfasst in der Regel ungefähr 92 Seiten. Das Boekenweekgeschenk bekommt man, wenn man in dieser Periode ein Buch kauft mit einem Mindestwert von € 12,50. In dieser Woche finden viele Veranstaltungen zu diesem Thema statt. Ich glaube, jede seriöse Buchhandlung organisiert Buchbesprechungen, Themabesprechungen und wenn’s klappt eine Vorlesung mit dem Autor des Boekenweekgeschenk. Am Anfang dieser Woche findet der Bücherball statt, den man nur betreten darf mit einer der ‚fellbegehrten‘ Einladung. Im Klartext: Jan en allemaal mag niet naar binnen. Übrigens darf man mit dem Boekenweekgeschenk an einem der Sonntag gratis mit dem Zug fahren. Das Buch ist quasi der Fahrschein.
Die Uni Münster schreibt zur diesjährigen Boekenweek: „Das die Niederlande und Flandern Hauptthema der Frankfurter Buchmesse 2016 sein werden, war schon länger bekannt. Heute kündigte die Stichting Collectieve Propaganda van het Nederlandse Boek (CPNB) an, dass sich die Niederlande „revanchieren“ werden. Denn „Deutschland“ wird im Frühjahr 2016 Thema der jährlich stattfindenden niederländisch-flämischen Boekenweek (dt.: Bücherwoche) sein. Das Motto der Bücherwoche 2016 lautet „Was ich noch zu sagen hätte“ und bezieht sich auf die bekannte Liedzeile von Reinhard Mey. In diesem Jahr hat Esther Gerritsen den Auftrag bekommen. Der Titel ihres Buches lautet ‚Broer‘.
So far so good. Ich finde es einfach toll. Ich bin stolz, dass Deutschland das Thema der Bücherwoche ist. Meiner bescheidenen Meinung nach hat Deutschland große literarische Werke zu Stande gebracht. Goethe, Schiller, Fontane, Hölderlin, Brecht, Böll, Mann, Grass usw. Mein Bücherschrank umfasst einiger dieser Werke. Als Pflichtliteratur hat es mich, ehrlich gesagt, zu Schulzeiten geätzt. Deutsch war nun einmal nicht mein Lieblingsfach. Das lag natürlich am Lehrer/in und dessen/deren Vermittlung. Zur Pflichtliteratur gehörten u.a. Minna von Barnhelm (Lessing), Der Schimmelreiter (Fontane) und Buddenbrocks (Thomas Mann). Im Zusammenhang mit Geschichte hat es mir dann schon Spaß gemacht. So haben wir von Stefan Zweig (gebürtiger Österreicher) Maria Stuart und Joseph Fouché gelesen; Dantons Tod von Büchner und noch viel mehr. Die kleinen gelben Reklambücher erinnern mich an diese Periode meines Lebens.
Es gab eine Zeit, wo ich wenig gelesen habe. Keine Zeit, keine Lust, andere Aktivitäten.
Heutzutage lese ich mit meinen Bücherfreunden. Reihum darf jeder sein Buch wählen. Ungefragt werde ich aufgefordert, deutsche Literatur einzubringen. Die Bücher, die in diesem Zuge gelesen haben, sind ‚Aller Tage Abend’ von Jenny Erpenbeek, ‚Zauberberg‘ von Thomas Mann, ‚Huwelijksleven‘ von David Vogel und im Augenblick lesen wir von Stefan Zweig ‚Ungeduld des Herzens‘. Diese Bücher finden immer Anklang und helfen uns in der Nachbesprechung manchmal sehr persönlichen Themen.
Im Zuge der Bücherwoche werde ich am 20.3 nach Amsterdam fahren und mir in der ‚Openbare Bibliotheek‘ die Präsentation von Felix Rottenberg ‚Was die DDR noch zu sagen hat‘ anhören. Ich bin gespannt.

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