Die heiligen Dreikönige

19 januari 2011 in .... herz, Geen categorie, Jugenderinnerungen, Traditionen

DreikönigeDreikönige

Die Zeit raced. Ehe man sich versieht ist es schon der 19. Januar. Der erste Monat des Jahres ist fast schon vorbei.

Irgendwie gibt es in Holland keine Pause zwischen Neujahr und Ostern. Und verpasse ich dadurch jedes Mal die heiligen Dreikönige. Das kommt auch dadurch wie man es in Holland nicht feiert. Öffentlich nämlich gar nicht. Wohl in den Kirchen.
Als Kind fuhr ich mit meinen Eltern und Geschwister zum Skilaufen nach Lam in den Bayerischen Wald. Die Ferien dauerten minimal zwei Wochen. Und daher wurden die Dreikönige immer in Bayer gefeiert. Die Katholiken. Wir als Protestanten feierten nicht. Wohl merkten wir das Geschäfte zu und Restaurant beschränkt geöffnet hatten.
Kinder verkleidet als Könige gingen von Haus zu Haus, singend und bettelnd um Gaben (i.c. Süßigkeiten)
Und es war sichtbar über den Haustüren. Denn dort standen die Abkürzung der Vornamen: Balthasar, Melchior und Casper und die Jahreszahl. In einer bestimmten Reihefolge, die ich leider vergessen habe.
Soweit ich weiß, sieht man dies nicht hier in Holland.

10 reacties | laat een reactie achter ↓

1 Marc Schulte 24 juli 2012 at 1:39 PM

Hallo Frau van der Velpen,

die Sternsinger betteln ja nicht….sie sammeln ja für einen guten Zweck für ein Projekt in Südamerika oder Afrika! Die Hausbewohner geben je nachdem dann Geld und Süsses oder auch nur Geld. Die Kinder schreiben, dann mit Kreide an den Hauswänden
Christus Mansionem Benedicat (Christus segne jenes Haus), was halt ja kurz C+B+M bedeutet In Österreich und im süddeutschen Raum ist das ein Feiertag, im evangelischen Norden von Deutschland nicht.

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2 Claudia van der Velpen 29 juli 2012 at 2:17 PM

Betteln versus Sammeln. Dank dir, dass wusste ich nicht. Ich dachte, die stecke das Geld in ihre eigenen Taschen bzw. Spardosen. So wie wir das in NRW zu Karnaval gemacht haben. So wusste ich als evangelisch Gläubiger auch nicht was C+M+B (Christus Mansionem Benedicat) bedeutet. Ich dachte, dass wären die Vornamen der drei Könige, Caspar, Melchior und Balthasar. Hmhm: eine richtige Bildungslücke.
danke dir!

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3 Marc Schulte 29 juli 2012 at 6:46 PM

Betteln finde ich zu streng! :) Es ist halt zu Fasching/Karneval Tradition , dass die Kinder von Haus zu Haus und Süsses sammeln! In Deutschland rufen ja dann die Kirchen zu den Spenden auf und entsenden dann die Sternsinger! Wenn man Sie auf der Strasse anquatschen würde: Haste mal nen Euro….das wäre dann für mich betteln! Sowas ist in den deutschen Grossstädten in NRW wie Köln/Düsseldorf leider keine Seltenheit.!

Bei den heiligen 3 Königen werden nur die Süssigkeiten aufgeteilt bzw geht in die eigene Tasche….aber das Geld wird brav eingezahlt! =)

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4 Claudia van der Velpen 30 juli 2012 at 4:32 PM

Ich komme ursprünglich aus Essen/NRW und wir gingen als Kinder verkleidet singend bei den Nachbarntüren klingeln und bekamen hauptsächlich Süssigkeiten aber auch ab und zu Geld. Es hat uns immer Spass gemacht. Meine Mutter fand das immer furchtbar. ‘Es sah zu sehr nach Betteln aus. Wir Kinder bekämen zu Hause doch genug Süssigkeiten’. Wir durften dann auch nur bei den direkten Nachbarn klingeln. Das hat man als Kind natürlich anders aufgefasst. Einmal bekamen wir so viel Süssigkeiten, dass meine Mutter uns beinahe erwischt hätte. Wir mussten es schnell aufessen und verstecken.!

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5 Marc Schulte 1 augustus 2012 at 10:15 PM

Meine Eltern sind “Kinder des Ruhrgebiets”! Mein Vater ist gebürtig aus Essen – meine Mama aus Dortmund! Aufgrund der Kinderlandverschickung in den 40er Jahren haben sie sich als Kinder schon kennen gelernt! In Essen wohnt noch ein Onkel, Tante und Cousine von mir! Mittlerweile wohne ich fast auf der anderen Seite von NRW in der Nähe von Paderborn/Lippstadt. Lippstadt hat eine Partnerstadt mit der niederländischen Stadt Uden. Die Freundschaft ist sehr lebendig.

Zum Karneval muss man aber sagen, dass halt sowas “Tradition” ist/war. Heute fehlt was, wenn die Kinder nicht mehr rum gehen und sammeln! Wenn sowas weniger wird, dann vermisst man die gute alte Zeit. Früher vor 20jahren kamen viele Kinder an die Tür, heute sind es vielleicht 6 Leute! Meine Mama fand es OK…das sie es auch nicht anders kannte. Ich finde es schade, dass Ihre Mama so “streng” war wegen Süssigkeiten sammeln.
Für mich sind betteln und sammeln 2 Paar Schuhe!

Gruss Marc

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6 Claudia van der Velpen 2 augustus 2012 at 7:46 AM

Ich konnte meine Mutter damals wie heute verstehen: wir hatte halt gegen eine Regel verstossen. (Ihr sammelt hier in der Gegend und nicht weiter.) Genauso wie: ihr dürft bis zu der Strasse Fahrrad fahren und nicht weiter.
Ich glaube bei ihr spielte als Nach/kriegskind noch etwas anderes mit. Das Wort ‘Betteln’ hatte für sie eine andere Bedeutung. Für sie war es wohl mehr: wir brauchen nicht zu betteln. Aber ich glaube, da geht diese Diskussion in eine ganz andere Richtung was mehr zu tun hat mit: was sind die Wurzeln deines Verhaltens! Uebrigens mein Fachgebiet.

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7 Marc Schulte 3 augustus 2012 at 8:38 PM

Wir durften früher auch nur bis zum Stoppschild fahren! :D Also bis zur Strasse…erst als wir unsere Fahrrad Prüfung gemacht haben…durften wir weiter! =) Meine Mutter hat damals 10 Pfennig von einen anderen Kind bekommen für ein Kaugummi oder so….und das fand aber ihre Mutter weniger lustig….! Mein Vater hat immer erzählt wie lange er für ein Brot hat anstehen müssen als Kind….!

Ich finde es spannend, dass man sich damit beschäftigt: was die Ursachen/Wurzeln eines Verhaltens sind!

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8 Claudia van der Velpen 6 augustus 2012 at 6:06 PM

In diesem Zusammenhang habe ich heute einen interessanten Artikel in dem Buch ‘Die Niederlande und Deutschland’ von Moldenhauer gelesen. Sehr empfehlenswert; übrigens auch dieses Buch, wer mehr wissen will über die Kulturunterschiede und deren Ursprung.

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9 Andrea 1 november 2018 at 8:33 AM

Zitat:
Denn dort standen die Abkürzung der Vornamen: Balthasar, Melchior und Casper und die Jahreszahl. In einer bestimmten Reihenfolge, die ich leider vergessen habe.

Hallo Claudia,
die Reihenfolge ist z. B. 20 * C + M + B + 18 die Jahreszahl, der Stern (in Erinnerung an den Stern, den die Weisen gesehen haben) und die Abkürzung steht nicht für Casper, Melchior und Balthasar, sondern für Christus mansionem benedicat (= Christus segne dieses Haus). Die Kreuze stehen für den Segen «Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes».

Ein Segen, der die im Haus lebenden Menschen schützen soll. (Ich finde das super.)

In der Bibel sind es übrigens die Weisen aus dem Morgenland (Anzahl und Namen werden nicht genannt.)

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10 Claudia Sabine van der Velpen 7 november 2018 at 10:22 AM

Danke dir. Da hat meine Fantasie zugeschlagen! Ich habe was dazu gelernt.

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