Besuch an Huis Doorn in Doorn

8 april 2013 in Die dumme Geschichte, In Kontakt mit Deutschen in Holland

Am 21.4 werden einige Mitglieder der LinkedIn Gruppe DeutschNederlanders das Huis Doorn besuchen. „Haus Doorn verdankt seine Bekanntheit vor allem der Anwesenheit des Kaisers Wilhelm II. Wilhelm flüchtet nach der deutschen Niederlage im Ersten Weltkrieg in die neutralen Niederlande. Er wohnt auf dem Landgut in der Nähe von Utrecht von 1920 bis an sein Lebensende. Er umringt sich mit Objekten der Vergangenheit. “ So der Wortlaut der Internetseite. Wie so viele Museen in den Niederlanden wird auch dieses Museum durch Kürzung der Subventionen mit dem Schließen bedroht. So wie es jetzt aussieht wird dies am 1.5.2013 sein. Ironie des Schicksals ist, dass Haus Doorn sozusagen zur Amtseinführung von König Willem (Alexander) schließt. Wo doch Kaiser Wilhelm auch “Prins van Oranje” war. Außer der Schlossbesichtigung kann man im Park noch das Mausoleum sehen, in dem der Ex-Kaiser beigesetzt wurde. Nur nach Wiedereinführung der Monarchie wollte er nach Deutschland zurückkehren. Weil es soweit nicht kam, liegt er also immer noch dort im Park. Interessant wäre es zu wissen, wer Eigentümer von was und wem ist. Hohenzollern, Deutschland, die Niederlande? Ich hoffe, wir werden Näheres während der Führung erfahren. Wer hat Lust und geht mir? Und lernt so auch einige Gruppenmitglieder kennen? Wir wollten uns um 14.00 Uhr treffen. Nach Ablauf wollten wir in die Orangerie des Hauses einkehren und ‘wieder’ ‘nakletsen’. Wer Lust hat, kann sich bei mir melden.

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1 Barbara 9 april 2013 at 9:53 AM

Ich las in der Zeitung, daß das Museum doch dennganzen Sommer lang geöffnet bleibt.
Ich bin dort regelmäßig, um im Park spazierenzugehen. Wenn die Rosen blühen, ist es am schönsten. Das Museum ist interessant. Daß aber die Niederlande die Subventionen kürzen wollen aber durchaus verständlich, finde ich.
Vor Jahren gab es mal ein Theaterstück dort. Man ging von Raum zunRaum und sah Szenen aus dem Leben des Ex-Kaisers. Schön war das.

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2 Claudia van der Velpen 10 april 2013 at 8:31 AM

Ich wohne eigentlich ganz in der Nähe des ‘Hauses’ komme dort eigentlich nie. Zu Pfingsten gibt es immer eine Kutschenparade, die dort anfängt. Ich mag es, wenn die Kutschen durch das ‘poortgebouw’ kommen. Es passt halt eben. Wäe natürlich schade, wenn es geschlossen wird. Barbara, du sagst, dass du es verstädlich findest, dass der Niederlädische Staat die Subvention kürzt. Verstehe ich nicht ganz?

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3 Claudia van der Velpen 24 april 2013 at 8:34 PM

Am Sonntag haben wir dann mit einer Gruppe netter Leuten das Huis Doorn besucht. Da es an einem dritten Sonntag im Monat war konnten wir keine Führung buchen. Was weiter nicht schlimm war, da in jedem Zimmer ein Suppost stand, der uns alles gerne erklärte. Im Laufe des Besuches merkte ich, dass ich geschichtlich noch einige (grosse) Lücken habe: Haus Hohenzollern, die Königliche Porzellan Manufaktur in Berlin, Meissen und noch mehr. Am Endes des Besuches haben wir uns in die Oranjerie gesetzt und gequatscht. Ich fand es nett. Und die Anderen auch.
Und so wie es jetzt aussieht öffnet das Haus im nächsten Jahr hoffentlich wieder seine Türe. Im Jahre 2014 wird in ganz Europa dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges Beachtung geschenkt. Huis Doorn ist in diesem Zusammenhang eine der wichtigsten historischen Stellen in Europa. Hoffentlich ist bis dann der Geldfluss wieder geregelt.

4 Barbara 29 april 2013 at 10:17 PM

Besser spät als nie reagieren: Das Haus erzählt mehr über einen Teil der deutschen Geschichte und mehr über eine deutsche Person, den Kaiser. Ich kann also begreifen, daß Huis Doorn als Kulturstätte der Niederlande eher weniger wichtig ist und man auch vielleicht an deutsche Türen für Subventionen klopfen könnte. Auch wenn Wilhelm Zwo für den Ausbruch des ersten Weltkriegs und andere politische Entwicklungen durchaus verantwortlich war, bzw. eine tragende Rolle spielte.

5 Jan Stoops 9 augustus 2013 at 10:31 AM

Hallo Claudia,
Bin jetzt erst auf diesen Beitrag gestossen und kann etwas dazu sagen :
Nach Kaiser Wilhelm’s Tod, würde von der deutschen Besatsungsmacht, das Haus und alles was drinne war, verstaatlicht. Ging also im Besitz des Deutschen Reiches über. Es klingt blöd, aber das war rechtens… Die niederländische (Exil-) Regierung hatte noch vór Kriegende ein Gesetz verabschiedet, wonach (als Reparation) alles was das Deutsche Reich in den Niederlanden besass, nationalisiert wird. Dazu gehöte auch Haus Doorn. Von Seiten der Nachkommen des Kaisers ist nach dem Kriege noch versucht , dies anzufechten, geling aber nicht.
Vielleicht für Dich interessant : Die Frau, die er dort in Doorn, geheirattet hatte (seine Haushaltsgehife war sie oder so) ist nach seinem Tod nach Deutschland gegangen, wo sie in Frankfurt a.d.Oder bei ihre Schwester lebte. Sie verstarb noch in der Zeit der Sowjet Zone.
Ein Sowjwt Kultur Offizier hat veranlast, das sie in Potsdamin in der Familengruftbeigesetz wurde, mit der Begründung : “Sie war eine Kaiserin”
Die Hohenzöllern war “not amused” darüber ..
Mit liebe Güssen aus z.Zt. Wilten, in der schöne Oberlausitz !
Jan

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6 Claudia van der Velpen 12 augustus 2013 at 9:43 AM

Jan, diesen Teil der Geschichte der Hohenzollern kannte ich nicht. Sehr amüsant.

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7 Andreas Vennewald 16 februari 2015 at 2:46 PM

Hallo Herr Stoops,

wir machen einen Film über ungewöhnliche Lebenswege in der DDR, gerne würden wir auch mit Ihnen darüber sprechen und Ihren Werdegang zeigen. Melden Sie scih bitte bei vennewald@googlemail.com.

Vielen Dank und viele Grüße

Andreas Vennewald

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8 Andreas Engelhard 29 oktober 2014 at 11:33 AM

Haus Habsburg, Claudia? Hohenzollern, würde ich sagen!

Herzlichen Gruß,

Andreas Engelhard aus Rotterdam

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9 Claudia van der Velpen 29 oktober 2014 at 3:14 PM

Andreas, du hast Recht. das Haus Hohenzollern. Im Augenblick findet in Huis Doorn eine Ausstellung statt zum 1. Weltkrieg. (http://www.huisdoorn.nl/nld/paviljoen/)

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10 Claudia van der Velpen 7 oktober 2015 at 6:20 PM

Letztes Jahr gab es ein TV Programm über das Leben des Kaisers in Doorn. Ich fand es interessant. Guckt mal http://www.npo.nl/andere-tijden/03-04-2014/NPS_1238003. Viel Spass.

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11 Claudia van der Velpen 6 mei 2013 at 8:33 AM

Wie wir beim Besuch des Hauses gehört haben, mussten die Deutschen alles an den niederländischen Staat abgeben. Wahrscheinlich wegen Steuerschulden. Dem deutschen Staat oder aber dem Hause Habsburg gehört nur das Mausoleum, was zu Sterbestage besucht wird.

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