Dodenherdenking? Wie meistere ich dieses Jahr dieses Thema?

7 mei 2018 in .... herz, Die dumme Geschichte, In Kontakt mit Deutschen in Holland

Im letzten Jahr habe ich mich ausgiebig zum Thema geäußert. Anlass war mein Interview für die NOS. Dieses Interview hat viel bei mir losgemacht. Der Effekt war, dass ich vieles aufräumen konnte. Das war nicht nur damals so. Das Gefühl ist geblieben. Ich habe Abstand genommen. Von wem oder was? Das weiß ich nicht genau. Es hat auf jeden Fall geholfen.
Der 4. Mai kommt trotzdem jedes Jahr auf mich zu.
Im Vorfeld wurde ich durch Adele Atzert auf ein Happening im perdu getippt. Adele hatte die Theaterproduktion ‚Bin ich knef? ‘ kontaktiert. Maile Barthel und Frank Augustin erklärten uns was ‚die Wirkung dieser Künstlerin und Person (Hildegard Knef) des öffentlichen Lebens über ihren Tod hinaus so besonders macht‘. Ihre Direktheit, ihre scharfe Beobachtungsgabe, die Zerrissenheit und Melancholie? Ihr Rebellentum? Ihre Zivilcourage als Frau? Die beiden Künstler brachten in ihrer Aufführung eine Würdigung des Ausnahmetalents und ihres Lebenswerkes, das viele Erfolge feiern konnte, aber auch etliche Niederlagen einstecken musste, auf die Bühne‘.

Angefangen hat der Abend so: Kurz vor 20 Uhr bekam jeder eine Tulpe und haben alle Besucher zwei Minuten lang an die gedacht, die durch Kriegen umgekommen sind und täglich noch um kommen oder aber noch persönlicher an die, die in der Familie am meisten durch den Krieg gelitten haben. In diesem Rahmen haben die Deutschen und die Niederländer zusammen geschwiegen. Es war für mich ein bewogener Moment. Noch nie zuvor hatte ich so an die Generation meiner Eltern gedacht, die im Kriege aufgewachsen sind und diese Wunden als Traumata mitgenommen haben. Ein Nacherzählen gibt es oft nicht mehr.
Danach begann die Vorstellung. Es war ein angenehmer, manchmal lustiger und melancholischer Abend mit bekannten und unbekannten Tatsachen über Hildegard, oder kurz Hilde genannt, und vor allen Dingen ihren Chansons.
Und ehrlich gesagt, Hildegard geboren 1925, sowohl in Deutschland als auch in den States wohnend, hat auf mich in Deutschland wenig Eindruck gemacht. Selbstverständlich kannte ich ihren Namen und einige Lieder, den Tamtam über den Film ‚Die Sünderin‘ und einiges mehr.
Vergessen habe ich sie letztendlich in meiner Zeit in Holland. Jetzt ist mein Gedächtnis wieder aufgefrischt. Und einen netten Abend hatte ich auch. Abends sind wir dann durch die Straßen von Amsterdam zum Auto gelaufen. Straßen mit Touristen, Lärm und einige Gedächtnisorten mit Kränzen.
Das Leben tat mir gut.

2 reacties | laat een reactie achter ↓

1 Jantien 7 mei 2018 at 3:01 PM

Mooi geschreven Sabine!
Fijn dat je zaken hebt op kunnen ruimen om te genieten van het leven.
Het blijft ook voor mij altijd een beladen periode.

Reageer

2 Claudia Sabine van der Velpen 10 mei 2018 at 5:42 PM

Jantien, ich danke dir. Zo kunnen wij elkaar steunen.

Reageer

Reageer

Vorig artikel:

Volgend artikel:

Vertaal deze pagina naar het Nederlands met Google Translate | Colofon