Schatten oder aber: Ik en mijn Ikken

1 februari 2011 in Jugenderinnerungen, Lesefutter

Dieses Mal einen Artikel auf Niederländisch. Einfach weil es einfacher ist und mir die deutschen Wörter nicht so geläufig sind.
Letzten Donnerstag hatte ich einen Workshop vom Verband Holländische Psychologen (NIP) in Utrecht. Es war eine Einführung in die Technik des ‚Voice Diologue’ , ursprünglich von Hal und Sidra Stone, Embracing the selves.  als Auftakt für einen Kurs.

Der Workshop wurde geleitet durch Judith Budde, Autor vom Buch Ik en mijn ikken.
Mittels allerlei Übungen – stehend, sitzend – machte sie uns schnell gewahr von den ‚subpersoonlijkheden’, die wir mit uns mitschleppen, die unseren Gedanken bestimmen können, die ihr eigenes Leben leiten können und unseres damit irreführen können – ohne das wir es wissen.
Wo geht es ‚rum? Wir bestehen nicht aus einer Person sondern aus viel verschiedenen ‚Ikken’(ich-personen), die unterschiedlich sind, jeder mit seinen eigenen Gewohnheiten und Gedanken und die unser Handeln mehr oder weniger mitbestimmen oder leiten. Einzige Remedie ist es unsere Ego-Persönlichkeit stärker werden zu lassen.

Wie sieht dies in der Wirklichkeit aus? Ich nehme mich einfachheitshalber als Beispiel.
Ich habe zwei Kindern im Pubertätsalter, denen ich Manieren beibringen möchte. Aber da stellt sich schon eine Frage: die deutschen oder aber die holländischen.

Was mir beigeblieben ist aus meiner eigenen Schulzeit ist, dass Lehrer Respektpersonen sind. Man sagt ‚Sie’ zu ihnen, macht (soviel möglich) die Hausaufgaben und widerspricht nicht, sondern denkt höchstens mit.
Wie sieht es bei meinen Kindern aus: Widerworte, Hausaufgaben machen wenn Zeit und Weile ist und auch noch keinen Respekt zeigen (dies klinkt doch schlimm, ist auch übertrieben für dieses Beispiel).

Ja und dann stehe ich im Spagat! Was soll ich machen. Mein deutsches-ich sagt mir: so was macht man nicht; mein holländische ich sagt mir: kritisch sein ist sehr wichtig; ich als Mutter bin stolz: ich habe keine Ja-knicker erzogen; mein Psychologe sagt mir: das gehört zum Pubertätsalter und mein eigenes innerliches Kind wirkt kritisch und sagt mir: warum hast du das denn früher nicht so gemacht!

Und klar ist der Salat.
Und was sagt mein Ego, mein eigener Manager? Der hört sich alle ikken an, sorgt, dass keiner zu laut schreit und ‚grip krijgt op de situatie’. Ich glaube, dass mein Manager sagen würde, dass meine Kinder kritisch sein dürfen und mit Respekt für jeden ihre Meinung sagen dürfen und ich trotzdem eine stolze Mutter sein kann. Das bin ich natürlich auch!

Ich fand es sehr interessant. Und hoffe, dass ich es richtig verstanden und erklärt habe!.

Ich kann es gut gebrauchen fuer mein bi-kulturelles Coaching mit Deutschen und Niederländern.

2 reacties | laat een reactie achter ↓

1 Remco 1 februari 2011 at 7:11 PM

Dieses Mal einen Artikel auf Niederländisch?
Ich lese nur Deutsch…?

Gruss, Remco

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2 Claudia van der Velpen 2 februari 2011 at 11:04 AM

stimmt! Irgendwie klappte es. Ob es ganz korrekt is weiss ich nicht.
Vielleicht fühlt sich jemand angesprochen mir wissen zu lassen wie es im Hochdeutschen gewesen wäre. Als ohne Fehler!
Gerne.

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