‘Moet kunnen*’ oder ‘daar kun je toch niets aan doen**’

7 juni 2012 in .... herz, Kollision der Kulturen

Holländische Sprüche, die nach meinem deutschen Gefühl so einfach daher gesagt werden, wenn ich gerade denke, so jetzt fangen wir erst jetzt richtig an und reden, tauschen Erfahrungen aus, gehen in die seelische Tiefe und/oder lernen uns sogar in diesem Moment (endlich mal) besser kennen.  Aber leider, auch dieses Mal wieder eine Enttäuschung. Es fühlt wie das Abdrehen eines Schiffes im Sturm an, wobei der Kapitän lieber den Kurs wählt, wo man durch ‚herhaald overstag gaan‘, doch schließlich auch zum Ziel kommt. Oder aber habe ich nach all den Jahren in den Niederlanden noch immer nicht verstanden was die ‚Leute‘ damit meinen?
Ein kleines Beispiel:  Es geht um Krankheit, es geht um das Ableben eines lieben Menschen und die Zeit, die man dann noch miteinander verbringen will. Es kann ein Dilemma sein, ist aber eine Entscheidung zwischen entweder oder. Mithelfen beim Organisieren und Durchführen eines Tennisturniers oder aber ab in die Heimat. Ich erkläre warum ich mich so entschlossen habe, was der Grund ist und was es für mich bedeutet. Verständlich sagen alle….. Und dann hätte das Gespräch weitergeführt werden können, zum Beispiel indem man diese Erfahrungen teilt und mir durch Zuhören hilft. Aber was höre ich dann: ‚daar kun je toch niets aan doen’.  Nein, stimmt. Aber es könnte etwas zwischen uns geschehen oder entstehen: nämlich Freundschaft oder Vertiefung unseres  Verhältnisses.

Aber eines weiß ich inzwischen: Niederländer definieren den Begriff ‚Freundschaft‘ ganz anders wie die Deutschen. Oder? In meinen Kursen von CaSa Coaching erkläre ich dann, das was ich mal gehört habe, aber grundsätzlich gleich empfinde. Die Beziehungen/Verhältnisse von Deutschen kann man vergleichen mit Kokosnüssen und die mit den Niederländern wie Pfirsiche. Und letztendlich geht es um den Kern. Mit den Niederländern kann man schnell eine Beziehung aufbauen. Diese bleibt aber an der Oberfläche. Es ist schwierig bis zum Kern vorzudringen. Bei den Deutschen ist es vorab schon schwierig zum Kern durchzudringen, i.c. die harte Schale der Kokosnuss. Ist man aber durchgedrungen, dann ist das Verhältnis innig, mitteilsam und halt eben ‚von mehr Bedeutung‘.  Ich meine es bestätigen zu können.
Wie seht Ihr das?
* Muss drin sein/ muss möglich sein
** da hilft nichts!

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1 Trijntje 10 juni 2012 at 6:50 PM

Boeiende blog! Ik kan er niet veel inhoudelijks over zeggen: ik heb weinig Duitse contacten.
Ik heb een tante van Duitse afkomst, die ik niet heel vaak spreek. Als ik haar spreek gaan we wel de diepte in, en ik ben er vrijwel zeker van dat zij dat ook zo beleeft.
Nederlandse vriendschappen ken ik wel, maar daarbij heb ik de neiging om verschil te maken op grond van karakter: ik zie verschillen tussen Nederlanders, als het gaat om vriendschappen aangaan.

Dan wil ik nog wel iets zeggen over je voorbeeld: als ik je goed begrijp heb je iets gedeeld met Nederlanders over ziekte bij iemand die je na staat, en over hoe je daarmee omgaat; je had gehoopt dat er iets zou volgen, delen van ervaringen, en dat gebeurde niet.
Als ik zelf in zo’n situatie ben, dan komt het wel tot delen van ervaringen. Ligt dat aan mij, aan de Nederlanders met wie ik omga?
Is mijn toon anders in zo’n gesprek, omdat ik een Nederlandse ben, dan de toon van een Duitse?

( ik zie nu dat ik je met je heb aangesproken, terwijl ik in het Duits vast geen Du had ‘mogen’ schrijven).

Het zijn maar wat losse gedachten, ik stuur ze toch maar in.

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2 Claudia van der Velpen 12 juni 2012 at 10:58 AM

danke für deinen ‘comment’/ dank voor je comment. ‘Du’ oder ‘jij’. Es ist mir gar nicht aufgefallen. Vielleicht bin ich in diesem Sinne schon ‘vernederlandst’. Du hast sicher recht. Es liegt an den Leuten.

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