Bauen in Deutschland und Niederlande

14 mei 2014 in Kopfbrecher

Wir ziehen um. Das heißt, die Abteilung Educatie der HAN in Nimwegen, zieht in ein neues Gebäude am Kapittelweg, auf dem HAN Campus. Der zweite Teil des Semesters fängt somit in einem anderen Gebäude an. Wie es dann so ist, alles ist neu und alles muss neu erprobt werden. Und was neu ist stiftet Unruhe. Am ersten Unterrichtstag wird alles ausprobiert, Stühle, die wie Autoskooter durch den Unterrichtsraum manövrieren werden und viel Spaß bereiten, Wände, die als Unterrichtstafeln dienen und Fenster, die auf einmal aufgehen! Selbst auf der 4. Etage.
Ich gucke mit einer deutschen Studentin aus dem Fenster. Wir gucken auf den Campus, die Radbad Universität und das akademische Krankenhaus Radboudumc. Die Gebäude datieren aus unterschiedlichen Bauphasen und zeigen die Unterschiede sehr krass. Die Altbauten aus der Anfangszeit schlicht, grau und funktional; die etwas neueren Gebäude schon mal bunter und die zuletzt gebauten Einheiten modern, nicht unbedingt gerade gebaut sondern schon futuristisch, Glas und Plexiglas als Baumaterial. Je bunter und extravaganter, scheint es, desto schöner. Halt eben ein neuer Zeitgeist. Die Studentin und ich unterhalten uns darüber, was wir sehen und wie wir es empfinden. Ihre Meinung ist darin ganz deutlich: ‚so kann man nur in den Niederlande bauen. Funktionalbauten wie dieses eines ist werden in Deutschland nur funktional gebaut; gucke dir doch mal die Universitäten in Deutschland an, zum Beispiel die Ruhr-Uni Bochum‘. Ich kenne diese noch nicht; werde diese aber, wenn ich vorbeifahren sollte, mal anschauen. Ik ben benieuwd.
So erinnert mich diese Aussprache an die meiner Tochter, wenn wir Familie in Deutschland besuchten oder der Ferien wegen durch Deutschland ‚rasten‘. ‚Was sind die Häuser hier denn so ‚vol gekliedert‘. Wobei sie das Verputzen der Häuser meint, was man so gar nicht kennt in Holland. In Holland, vielleicht durch deren calvinistischer Einstellung, wird nichts verputzt sondern sieht man ganz einfach die ‚nackten Stein‘.
Rein und pur. Oder habe ich jetzt die Sache falsch interpretiert.

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